Freitag, 4. April 2008

04. April

04. April

X-Caret


Xcaret (sprich: Ischkare) ist eine Stelle, wo Süßwasser ins Meer trifft. Hier gibt es Cenoten, einen Strand und auch alte Mayabauwerke (Wir haben auf der Reise sehr viel Mayaruinen gesehen: 4 Städte auf der Anfangstour, Tulum, Ruinen in Playa und Xcaret und „Gebäude“ in Tulum auf der Fahrt zum Flugplatz).

Hier wurde eine Art „Vergnügungspark“ in den Urwald gebaut, wo z.B. abends täglich eine große Show mit dem historischen „Ballspiel“ stattfindet. Hier kann man z.B. auch durch einen 300 m langen unterirdischen Fluß (der aber meist künstlich ist,) schwimmen. Darauf verzichteten wir, weil das sicher nur ein müder Abklatsch zum gestrigen Cenotenschnorcheln sein konnte..

Gegen 8 Uhr frühstückten wir und fuhren für 12 $ mit der Taxe zum Park (der Bus hätte jedem 8 $ gekostet).

Im Park landeten wir zuerst in einem riesigen Souvenirhaus, wo es aber auch Aquarien gab und 2 Brutkästen, wo man kleine Vögel (eine Art Seeschwalben) beim Schlüpfen beobachten konnte.

Dann gingen wir zum Orchideenhaus, wo es hunderte Arten von Orchideen und anderen, auf Bäumen lebende Pflanzen gab. Wir sahen tolle Bromelien und viele der Pflanzen, die wir in den letzten tagen auf den Urwaldbäumen gesehen hatten.

Danach ging es in ein Gewächshaus, wo eßbare (in weiß und rosa) Pilze gezüchtet wurden.

Dann liefen wir viele 100 Meter durch den Urwald, der sicher künstlich angelegt war. Viele der Pflanzen waren beschriftet. Leider nur in spanisch und englisch.

Wir landeten bei einer „Paradies- Flußfahrt“. Mit einem Floß ging es einen Urwaldfluß entlang, durch Höhlen, vorbei an hunderten Fischen, an Gehegen mit einheimischen Tieren....

Danach sahen wir runde Fischzuchtbecken. Es gab ein großes Gehege mit vielen Flamingos und gelangten zum riesigen Meerwasseraquarium. In großen Becken konnte man all die Fische beobachten, die wir am Vortag „erschnorchelt“ hatten. Es gab schöne Korallen, Seesterne, Seeigel.... man konnte schon neidisch werden.

Nach einigem Suchen kamen wir zu den Meeresschildkröten. In 3 oder 4 großen Becken waren insgesamt weit über hundert 4 Monate alte Schildkrötenbabys ansehen, die durch das Wasser paddelten. Gleich daneben ist ein großes Naturbecken, das sicher Verbindung zum Meer hat. Hier leben ca. 40 ausgewachsene Schildkröten der unterschiedlichen Arten. Viele waren über 1,50 m lang. Man sagte uns, dass sie 14 Jahre alt sind.

Alleine dieser Anblick war den Besuch wert.

Weiter ging es , vorbei an einem (oder 2 , wir haben nur einen gesehen) Manati = Seekuh. Wir landeten am Meer, wo in abgesperrten Bereichen ca. 15 Delphine gehalten werden. Mit 6 von diesen Tieren konnten die Besucher (für sehr viel Geld, ich glaube 120 $) gemeinsam baden und schwimmen. Die übrigen Delphine waren in 5 anderen, ziemlich kleinen Becken abgesperrt. Einer von ihnen, der sich sicher langweilte, schlug öfter mit seiner Schwanzflosse auf das Wasser, machte Rückenschwimmen.. Er machte seine eigene Show.


Nachdem wir die Delphine einiger Zeit in der prallen Sonne beobachtet hatten, war eine Pause nötig. Weil im Park aber Getränke und Essen sehr teuer waren, hatten wir nur etwas Wasser dabei. Sicher war das mit ein Grund dafür, dass Sabine einige Kreislaufprobleme hatte. Aber sie hielt gut durch.

Wir besuchten noch eine Höhle, wo wir nach 100 Metern an der Wand viele Fledermäuse sahen. Sahen Pumas auf der „Insel der Jaguare“ und durchliefen einen ein paar hundert Meter langen , natürlichen Tunnel. Wir landeten in einem nachgebauten Mayadorf (meist Verkaufstände) und gleich danach bei der Schmetterlingsanlage. Hier konnte man durch Fenster beobachten, wie Schmetterlinge vom Ei über Raupe, Puppe bis zum fertigen Insekt entstehen. Am Ende der Fensterreihe sah man frisch geschlüpfte große, blaue Schmetterlinge.

Es gab auch eine riesige, mit Netzen abgedeckte Halle, wo hunderte bunte Schmetterlinge zwischen Bäumen und Blumen herumflatterten. Schmetterlinge flogen in Schwärmen an uns vorbei, umflatterten uns in vielen Farben....

Wir besuchten auch einen nachgebauten „Ballspielplatz“, wo man Modelle der wichtigsten Mayastädte sehen konnte, das Theater, wo abends die Vorführungen stattfinden....


Als letztes wollten wir den großen sich drehenden Fahrstuhl-Aussichtsturm besuchen. Wir hatten Glück. Die Bedienung wartete auf uns, um das Teil in Bewegung zu setzen. Wir hatten von dort einen guten Überblick über Urwald, das Meer und den Park.

Beim Rückweg zum Eingang fanden wir noch eine Aufzuchtstation für Papageien. Hier gab es über 150 Papageien in 2 Arten (was will man mit so vielen Papageien im Park ?), aber auch viele andere bunte Papageiarten. Es gab auch eine Aufzuchtstation, wo man hinter Scheiben frisch geschlüpfte, nackte Babys, und Jungtiere aller Größen und Entwicklungsstufen sehen konnte.

Der Park hat insgesamt sicher weit über 250 Papageien, die z.T. für Fotos durch den Park getragen werden. Scheinbar sind die Flügel aller Vögel beschnitten, denn alle saßen unangekettet da.

Nach 15 Uhr verließen wir den Park. Wir waren völlig überhitzt und ausgetrocknet. Darum waren wir froh, für 15 $ (Warum ist die Rückfahrt teurer?) mit dem Taxi zurück zum Hotel zu kommen, wo wir viel tranken, aßen und badeten.