Sonntag, 23. März 2008

23. März



23. März 2008



von Düsseldorf nach Mexiko






Nach kurzem und einfachen Frühstück mit Jugendherbergsniveau (auf fest verschraubten Hockern, an langen Wandtischen, einfache eingepackte Wurst-, Butter-, Honig- und Käseportionen und Kaffee aus „Mitropa- Tassen“) fuhren wir mit U- und S-Bahn zum Flugplatz. Der Düsseldorfer Flughafen ist sehr groß und etwas unübersichtlich. Und weil wir nicht verstanden hatten, dass die LTU eine Tochter der Air Berlin ist, checkten wir relativ spät ein. Darum bekamen wir in der großen Maschine leider nur Mittelplätze. Eigentlich ja nicht so schlimm...Aber bei 11 Stunden Flug ärgert man sich dann doch, dass man nicht öfter mal rausschauen kann. Besonders, wenn man sieht, dass „Fensterplatzbeleger“ so einfach das Fenster abdunkeln, um nicht rausschauen zu müssen.



Bevor der Flug losging, mußten wir über zwei Stunden auf das Einsteigen warten. Das Flugzeug war verspätet aus den USA zurück gekommen, mußte gereinigt, neu betankt und beladen werden...Und Sowas kann dauern bei einer Maschine, die über 300 Leute befördern soll...



Air Berlin hat eine „1.Klasse“ eingerichtet. Hier werden die Fluggäste, die so 500 Euro je Flug mehr bezahlen, mit 5-Gänge-Menü und Auswahlfilmprogramm in Liegesesseln verwöhnt.



Im Flieger war die lange Zeit auch für uns „Holzklasse-Flieger“ immer Beschäftigung: Trinken, Essen, Verkauf, Filme (2 Spielfilme., aber nichts Berauschendes dazu der doofe Mr. Been als Serie – wer will denn den sehen?? Und „Die Nanny“ – auch eine uralte, sinnfreie Serie.)... Eigentlich verging die Zeit einigermaßen gut. Trotzdem: nach 11 Stunden ist man froh, endlich aussteigen zu können. Manche verließen die Maschine wie ein Schlachtfeld. Die Entmüllungskollonne hatte sicher viel zu tun.



Mit 7 Stunden Zeitverschiebung landeten wir etwa um Sonnenuntergang in Cancun.



Nach dem üblichen Warten auf Gepäck fanden wir schnell unseren Bus für die 4-Tage- Rundreise. Aber bevor wir einstiegen, wurde eine Zigarettenpause gemacht. – Die erste Zigarette nach 14 Stunden....



Hier lernten wir auch Max, unseren Reiseleiter kennen. Max begleitete unsere 24 Leute starke Reisegruppe nun die nächsten 3 ½ Tage sehr kompetent, gut organisierend, überlegt... Er erzählte uns viel, aber alles war interessant und dazu geeignet, die Maya und die Mexikaner besser zu verstehen.



Nun ging die ca. zweistündige Busfahrt los: langsam wurde es dunkel, so dass wir von der Strecke und von Valladolid , unserem ersten Ziel, wenig sehen konnten.



Der Weg ging meist vorbei an dichtem „Buschwald“ – dem typischen, niedrigen Urwald von Yukatan, der aus vielen Sträuchern, „normalhohen“ Bäumen und wenigen Palmen besteht. (Also nicht der „klassische Urwald“ mit Baumriesen, den man sich so vorstellt). Es war gerade Trockenzeit, viele Bäume hatten ihre Blätter – zumindest teilweise – verloren. Trotzdem war alles sehr grün.... Besonders gefielen mir die Bäume, die glänzend dunkelbraune Stämme haben, die bei entsprechendem Licht weiß leuchten - Das kann man nicht richtig beschreiben. Das muß man sehen !!



Wir landeten in unserm Hotel. Ein luxuriöses 5- Sterne- Haus mit riesigem Zimmer mit Balkon. Hier wurden uns – nach einem Begrüßungsdrink – die Zimmerschlüssel ausgehändigt. Die Koffer waren inzwischen schon dorthin gebracht worden. Der Hotelservice war, wie die gesamte Reise, sehr gut organisiert und bequem für uns.



Da wir nach der anstrengenden Hinreise sehr müde waren, gingen wir schnell schlafen.