29. März
Schnorcheln in Cozumel
Schon um 7.15 Uhr standen wir auf, um recht schnell nach Cozumel zu kommen. Nach gutem Frühstück und 30 minütigem Weg waren wir nach 9 Uhr an der Fähre. Wir buchten die Fähre für 10 Uhr und hatten daher, weil wir so zeitig da waren, gute Plätze auf dem „Schiff“.
Die Fähren verkehren hier jede Stunde. Cozumel ist eine Insel, die mit der Fähre innerhalb von einer knappen Dreiviertelstunde zu erreichen ist. Hier gibt es Hotels, natürlich auch Mayastädte und viel Urwald.
Die Insel ist bekannt dafür, dass man hier Schnorcheln kann. Und das genau hatten wir ja vor. Gleich an der Anlegestelle wurden wir angesprochen, ob wir denn eine Schnorcheltour vorhätten.
Weil wir ja nicht überprüfen konnten, ob es gute und schlechte Anbieter gibt, buchten wir gleich beim ersten, der uns ansprach. Er versuchte zwar – mit Erfolg – uns zu betrügen (angeblich hätten wir „versehentlich“ anstatt eines 5- $ - Scheins nur einen Dollar gegeben..), aber darüber sahen wir hinweg.
Wir bekamen ein „Armbändchen“ um (wohl, um nicht verloren zu gehen) und sollten auf unser Boot warten. Das kam auch gleich. Aber außer uns stieg erstmal niemand ein, was leicht irritierte. Aber bevor wir darüber ins Grübeln kommen konnten, fuhren wir schon los:
Der Bootsführer und der „Schnorchelbegleiter“ fuhren mit dem Glasbodenboot zu einer Stelle ins Hafenbecken, wo ein im Sturm vor 2 Jahren gesunkenes Schiff der Kriegsmarine liegt. Hier tummelten sich viele Fische. Dann bekam der Bootsführer einen Anruf und fuhr an den Steg zurück. Hier stieg nun ein amerikanisches Paar ein. (Der Mann konnte wegen gesundheitlichen Problemen nicht mitschnorcheln und blieb die ganze Zeit an Bord).
Dann ging es los : Vorbei an einigen Kreuzfahrtschiffen ging die Fahrt zum Schnorchelrevier. Jedenfalls bis der Bootsführer noch einen Anruf erhielt und noch einmal umdrehte, um ein Mexikanisches Ehepaar aufzunehmen. Dann endlich fuhren wir zu den 3 angekündigten Schnorchelstellen.
Hier erhielten wir Taucherbrille, Schnorchel, „Flippers“ (Flossen) und Schwimmwesten und sprangen ins Meer. Jedenfalls der Begleiter, die Amerikanerin, Sabine und ich. Es ergab sich nämlich, dass die Mexikaner (zumindest der Mann) nicht schwimmen oder schnorcheln können. Sie probierten es aus und die Frau, die ja auch eine Weste hatte, hielt sich auch recht tapfer. Der Mann mußte vom „Schnorchelleiter“ zusätzlich mit einem Rettungsring versorgt werden und wurde die ganze Zeit von ihm durch das Wasser geschoben.
Weil die Fische etwas angefüttert wurden, kamen sehr viele. Da wir ca. 15 m tiefe hatten, waren nur wenige Korallen zu sehen, was etwas schade war. Trotzdem war es interessant.
An der zweiten Schnorchelstelle konnten wir Taucher beobachten, über die wir „schwebten“, die scheinbar ihre ersten Übungsstunden bekamen. Außerdem sahen wir einen riesengroßen Fischschwarm, der tief unter uns dahinwuselte. Über ihm sah man einen großen Baracuda, der auf Jagt war....
Hier ein Film vom Schnorchelausflug
Zum Teil schnorchelten wir bei über 25 m Wassertiefe. Toll, wie problemlos das Sabine geschafft hat. Ich denke, Ihr hat der Ausflug auch Spaß gemacht. Wir sahen viele bunte Fische, ein paar Fächerkorallen, einige Steinkorallen...
Der Schnorchelausflug, bei dem wir insgesamt wenigstens 1 ½ Stunden im Wasser waren, hat sich gelohnt.
Wir werden ihn nicht so bald vergessen. Das war auch darum nicht so schnell möglich, weil wir auf dem Rücken einen riesigen Sonnenbrand bekamen. So lange unter Sonnenschein kurz unter der Wasseroberfläche: Hier nützt schon bald kein Sonnenöl mehr was. Wir Beide wurden auf dem Rücken knusprig rot.
Gegen 14 Uhr waren wir wieder im Hafen und wurden durch einen Pelikan begrüßt.Nach einem Kaffee sind wir dann noch durch die Stadt gelaufen und haben die vielen Touristengeschäfte besucht. Ich hab mir ein paar T-Shirts mit Cozumel- Motiven gekauft (3 Stück = 10 $ = 6,50 € - der Dollar ist stark gefallen. Für einen Euro bekommt man hier – umgerechnet über Peso – ca. 1,60 Dollar) Wir haben ein paar kleine Souvenirs gekauft und Sabine hat sich eine bunte „Zopfverlängerung“ machen lassen, die bis zu 4 Wochen halten sollte, aber leider schon nach 2 Tagen wieder raus war.
Um 17 Uhr sind wir wieder mit der Fähre zurück gefahren. Inzwischen hatten die Wellen zugenommen, so dass die Gischt stark über das Schiff ging. Sabine wurde seekrank, sie war froh, als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten.Auf dem Rückweg zum Hotel sahen wir neben der Straße 2 Wildschweinchen („Halsbandpekaris“) , an zwei Stellen „Riesenwildmeerschweine“ (weiß jetzt nicht, wie die heißen. Sehen aus wie eine Mischung aus großen braunen Meerschweinen und Hasen)
Überhaupt: Es gibt hier in Mexiko, wenn man gut hinsieht, viele Tiere zu bestaunen: Klar: die Leguane in Mengen, dann kleinere Echsen und Geckos (die auch im Hotel an den Wänden und Decken herumlaufen), viele bunte Vögel (von hellgelb, blau, grün bis schwarz, z.T. mit langen Schwänzen), am Strand Pelikane und Möwen....
Bald waren wir wieder im Hotel, verarzteten die Rücken mit „After- Sun- Lotion“ und ließen den Tag ausklingen.