31. März
Tulum
Nach einem frühen Frühstück suchten wir uns eine Taxe, die uns für 5 $ zum Busbahnhof brachte. Hier kaufte ich Fahrkarten für die Fahrt nach Tulum. Es gibt mehrere Busgesellschaften, die unabhängig voneinander verkehren. Es kann also sein, dass zur selben Zeit unterschiedliche Gesellschaften zu den selben Zielen fahren.
Da mein Spanisch sehr beschränkt ist und keiner der Anwesenden deutsch oder englisch sprach, war ich gespannt, ob wir den richtigen Bus finden. Aber das war dann ganz einfach. Wir zeigten einem Busfahrer unsere Karten und trotzdem was ganz anderes am Bus stand, ließ er uns einsteigen.
Ach klar: gewöhnungsbedürftig ist auch, dass man im Reisebus für eine Strecke von einer Stunde Plätze vorreserviert bekommt. Wir saßen ganz vorne, konnten aber nur wenig hinaussehen.Dafür lief im „Bordfernsehen“ ein sehr brutaler amerikanischer „Ich schieß alles platt“- Film. Ob der den Kindern, die mit im Bus waren, auch so gefallen hat ?? Bei uns wäre solch ein Film sicher erst ab 18 zugelassen gewesen.
Nach Zwischenstops an 2 Freizeitparks (hier stiegen die meisten Kinder aus) , erreichten wir gegen 10 Uhr Tulum.
Man hatte mich vorher gewarnt : „Tulum ist sehr heiß“ . Da es eigentlich immer heiß war, hatte ich nicht besonders darauf geachtet. Aber hier war es wirklich heiß !!!
Der Weg von der Bushaltestelle bis zur Mayastadt ist relativ weit.
Am Anfang des Weges gibt es ein großes Verkaufszentrum, wo als Attraktion auch 4 Maya in volle „Volkskunstbekleidung“ sich von einer langen Stange an einem Seil, dass sie um die Beine geschlungen hatten, herabließen. Ein 5. Mann stand auf der hohen Stange und machte laute Musik. Weil wir uns das 2 Minuten ansehen, wurden wir von einem „Spendeneintreiber“ abkassiert. (Na ja, ne typische mexikanische Attraktion, die man auch mal gesehen haben muß).
Den weiteren Weg konnte man mit einer „Traktoreisenbahn“ zurücklegen. Wir liefen und waren darum schon ziemlich durchgeschwitzt, als wir am Kassenhäuschen zu Tulum ankamen.
Tulum (heißt auf Maya wohl „Mauer“) ist von einer dicken Stadtmauer umgeben, die man durch schmale Tore durchqueren kann. Die Mauer ist/war auch zum Meer hin. Keiner weiß, was der Sinn davon ist. (halt wieder mal „Mayalogik“).
Die Stadt war voll mit Besuchern. (Klar, Tulum ist schnell von der Riviera Maya mit Bus, Kleinbus, Taxi zu erreichen)Innerhalb der Stadtmauern gibt es Reste von Wohngebäuden, natürlich eine (recht unscheinbare) Cenote, viele Tempel. An manchen Tempeln kann man noch Farbreste der ursprünglichen Bemalung sehen. In einem Haus sind noch Reste von gemalten Göttern sichtbar.
Überall sieht man Leguane. Man kann daran, wer diese fotografiert, deutlich erkennen, welcher Tourist noch nicht so lange in Mexiko ist.Wir liefen über die ganze Anlage. Schön, dass die Stadt einen Strandzugang hat.
Über eine lange Treppe gelangt man zum Meer. Es war wirklich notwendig, nach 1 ½ Stunden Rundgang hier zu baden, um danach den Rückweg zu schaffen. Wir mußten getrennt baden gehen, weil es besser war, dass einer von uns auf unsere Kleidung aufpaßt.Nachdem wir einige Zeit am Strand waren, machte es sich eine mexikanische Familie neben uns bequem. Unauffällig aber stetig rückten sie immer näher, wurden immer mehr... Plötzlich hatten wir keinen Platz für uns mehr. Aber wir waren sowieso lange genug am Strand und traten darum den Rückweg an.
Im Einkaufszentrum tranken wir noch schnell einen Kaffe und gingen dann zum Bus, der uns dann auch sicher und pünktlich zurück nach Playa del Carmen brachte. Wieder lief ein wilder Film im Bordfernsehen...
Im Hotel gingen wir erst baden, dann im Strandlokal essen und tranken einen Maximilian XIII (Kaffeschnaps mit Milch und viiiel Eis)
Neben uns waren Urlauberinnen dabei, von einer Animateurin angeleitet, Step-erobik zu machen. Wie man sich bei der Hitze so stark sportlich betätigen kann, verstehe ich nicht.